Umzugsurlaub - entspannt umziehen
Umzugsvorbereitungen sind anstrengend und Zeit in der Regel Mangelware - insbesondere, wenn der Umzug neben dem Job gewuchtet werden muss und selbst wenn man kleine Hilfen, wie den kostenlosen Umzugskalender nutzt. Viele Stellen sich dann die Frage: Muss der Arbeitgeber mir Umzugsurlaub in Form von zusätzlichen Urlaubstagen gewähren? Die Antwort: Jein.
Tipp: Beauftragen Sie ein Umzugsunternehmen mit dem Umzug. Die Profis sind geübt mit dem Möbeltransport und Sie sparen so viel Zeit und somit auch ggf. Urlaubstage.
Umzugsurlaub ist gesetzlich nicht festgeschrieben
Die gute Nachricht vorweg: In der Regel gewähren Arbeitgeber bei guter Argumentation durchaus den gewünschten Umzugsurlaub. Laut BGB § 16 ist derjenige auf der sicheren Seite, der den Umzug aus objektivem Grund tätigt. Dazu zählt insbesondere ein betriebsbedingter Umzug. Schwieriger sieht es mit zusätzlichen Urlaubstagen bei privaten Umzügen aus oder wenn betriebliche Gründe gegen das Fehlen des Arbeitnehmers sprechen.
Das Bundesurlaubsgesetz sieht per se keinen Anspruch auf Umzugsurlaub vor. Durchforsten Sie dennoch mal ihren gültigen Tarifvertrag, den Arbeitsvertrag oder auch eventuelle Betriebsvereinbarungen. Oftmals wird dort ein Anspruch auf Freistellung vereinbart (Stichwort "Sonderurlaub"). Der Rahmen bewegt sind meist von einem Tag für innerstädtische Umzüge bis zu zwei oder drei Tagen für über die Stadt hinausgehende Umzüge.
Umzugsurlaub beantragen – so geht’s
Wenn alle Stricke reißen, können Sie mit dem Arbeitgeber auch einen unbezahlten Umzugsurlaub vereinbaren. Doch vorher sollten Sie sich nicht scheuen, über einen Sonderurlaub zu verhandeln.
Wichtig hierbei: Eine gute Vorbereitung. Legen Sie sich insbesondere bei einem privaten Umzug überzeugende Argumente zurecht. Dazu gehört zum Beispiel die Entfernung zwischen der alten und der neuen Wohnung. Wer außerdem ein Projekt erfolgreich gestemmt hat oder immer pünktlich und zuverlässig ist, sollte dafür auch belohnt werden. Und seien Sie vor allen Dingen mutig – wer nach zwei Urlaubstagen fragt, erhöht die Chance, wenigstens einen Urlaubstag zu bekommen.
