Traumwohnung im Check: die Wohnungsbesichtigung

Wenn Sie bei der Wohnungssuche auf die vermeintliche Traumwohnung stoßen, können Sie sich sicher sein: Sie sind nicht allein – gerade in Großstädten drängeln sich bei attraktiven Wohnungsangeboten unzählige Interessenten bei der Wohnungsbesichtigung. Wenn Ihnen daran liegt, die Wohnung zu bekommen, sollten Sie sich daher auf den Besichtigungstermin gut vorbereiten – fast so, als wenn Sie sich für einen neuen Job bewerben würden.  

Wohnungsbesichtigung – lieber allein als im Pulk

Sich in eine lange Schlange von Bewerben einzureihen und dann im Pulk durch die Wohnung zu laufen, ist aus verschiedenen Gründen ungünstig: Sie haben keine wirklich Gelegenheit Ihr potentielles neues Zuhause gründlich unter die Lupe zu nehmen. Es fehlt die Zeit zu einem längeren Gespräch mit dem Makler/ Vermieter und evtl. auch dem Vormieter . Es ist eher unwahrscheinlich, dass diese sich bei einem Massentermin nachher noch an einzelne Bewerber erinnern, Sie also bei Vermieter & Co. einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Versuchen Sie also möglichst einen Einzeltermin zu bekommen. Sollte das gar nicht klappen, seien Sie möglichst frühzeitig zu dem Sammeltermin da, vlt. erwischen Sie den Vermieter noch allein und entspannt.
Sowohl für den Einzel- als auch für den Sammeltermin gilt: Ziehen Sie sich gut an und achten Sie auf freundliche Umgangsformen.  

Nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Wohnungsbesichtigung

Die Wohnungsbesichtigung selbst sollte am besten bei Tageslicht stattfinden. So gewinnen Sie einen realistischen Eindruck davon, wie hell die Wohnung ist und auch über die Lautstärke bei Tag. Nehmen Sie sich für die Besichtigung ausreichend Zeit und schauen Sie sich jeden Winkel der Wohnung genau an – auch und gerade im Hinblick auf mögliche Mängel wie z.B. Schimmel.
Machen Sie Fotos, dann bleibt Ihnen die Wohnung besser im Gedächtnis und Sie können sich später auch noch einmal mit Freunden besprechen. Und: Suchen Sie das Gespräch mit dem Makler/ Vermieter und, wenn er anwesend ist, auch mit dem Vormieter. Gerade letzterer weiß, wie es sich in der Wohnung leben lässt – scheuen Sie sich nicht, nach der Stimmung im Haus, eventuellem Lärm und, wenn es passt, auch nach dem Grund seines Auszugs zu fragen.  

Kosten schon bei der Wohnungsbesichtigung klären

Auch das Thema Kosten können Sie bereits bei der Wohnungsbesichtigung klären. Wird die Wohnung über einen Makler vermietet, fällt in der Regel eine Maklercourtage von bis zu zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer an. Hausverwaltung nehmen meist eine Bearbeitungsgebühr, die ca. 100-200 € beträgt. Daneben fällt noch die Mietkaution an, die der Vermieter für Sie verzinslich anlegen muss und die Sie nach Auszug zurückerhalten, sofern Sie keine Miete oder Betriebskosten nachzahlen müssen. Eine günstige Alternative ist hier mittlerweile der Kautionsschutzbrief. 
Übernehmen Sie z.B. die Einbauküche vom Vormieter, wird in der Regel noch eine Abstandszahlung vereinbart.  

Wichtiges zum Bewerberbogen bei der Wohnungsbesichtigung

Bei den meisten Wohnungsbesichtigungen müssen Sie bei Interesse einen Bewerberbogen ausfüllen, in denen Sie Angaben über Namen, Adresse, Anzahl der einziehenden Personen, Arbeitgeber und eventuell Gründe für die Wohnungssuche machen sollen. Es empfiehlt sich, den Bogen wahrheitsgemäß auszufüllen. Fragen nach der religiösen oder politischen Ausrichtung sind zwar nicht zulässig – aber auch nicht wirklich nachprüfbar. Denken Sie daran, dass Sie den bestmöglichen Eindruck machen wollen.
In der Regel werden auch die drei letzten Gehaltsabrechnungen und eine Schufa-Auskunft verlangt – am besten bringen Sie diese schon zur Wohnungsbesichtigung mit.

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